Montag, der 05.12.2016

China - Empfang mit offenen Armen

Das Reich der Mitte hat sich für westliche Besucher geöffnet - und es empfängt sie mit offenen Armen. Spürbar. Das Visum ist in aller Regel kein Problem, die Einreise geht reibungslos vonstatten - und überall zeigen sich die Einheimischen erfrischend aufgeschlossen.

Wer sich dem lange Zeit touristisch abgeschotteten Mammutland heute zum ersten Mal nähert, wird positive Überraschungen erleben - von der Faszination der Jahrtausende alten Geschichte und der Kulturdenkmäler gar nicht zu reden.

Überraschend ist vor allem, wie modern sich dieses China präsentiert - zumindest in den Städten. Von den Hotels, die den Vergleich mit europäischen Häusern nicht zu scheuen brauchen, sind die alten pittoresken Viertel oft nur ein Steinwurf entfernt. Dieser Kontrast ist einer der ganz großen Reize heutiger Chinareisen.
Das Land ist so immens groß, dass wohl die wenigsten Besucher die Zeit für eine umfassende China-Erfahrung haben werden. Aber auch schon eine zehn- bis 15tägige Reise ist ein lohnendes Unternehmen. Schwerpunkte können dabei die Hauptstadt Peking, ein Abstecher zur Großen Mauer, ein Besuch der Stadt Xi'an mit ihrer phantastischen Terrakotta-Armee und zum Abschluß die Weltstadt Shanghai sein.

Shanghai ist ein einzigartiger Schmelztiegel der Völker und Kulturen. In der Riesenstadt, von der man nicht weiß, ob sie 15 oder 20 Millionen Menschen zählt, sollen die Hochhäuser so schnell wachsen wie kaum anderswo auf der Welt. Auch hier mondäne Stadtteile mit weitläufigen Promenaden, daneben aber auch alte Stadtteile mit der sichtbaren Patina der Geschichte - ein reizvoller Kontrast.

Wie lange, fragt sich mancher Besucher, wird man noch gleich neben dem Vier-Sterne-Hotel für ein paar Euro einen köstlichen Streifzug durch die berühmte chinesische Eßkultur unternehmen können? Wie lange wird sich der "unverdorbene" Charakter halten? Kein Zweifel: Noch ist die Zeit für einen Besuch des Reiches der Mitte ideal, noch ist auch das Preisniveau relativ niedrig, und noch werden die vielen großen Sehenswürdigkeiten des Landes überwiegend von der einheimischen Bevölkerung besucht.

Quelle: kiwi / pairola-media.com


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Impressionen aus Peking

Peking, in der Landessprache Beijing, ist ein faszinierender Moloch mit erstaunlichen Kontrasten: Endlose Straßenzüge voller Geschäftigkeit, dazwischen eher stille, weitläufige Tempel- und Parkanlagen; kleine, bunte Märkte neben Einkaufszentren.
Und natürlich die legendäre "Verbotene Stadt" mit ihren wuchtigen Mauern und mythen-geschwängerten Gebäuden.

Chinas größtes Bauwerk, angeblich sogar vom Mond aus zu erkennen, ist auf einem Tagesausflug zu erleben: die Große Mauer. Wo sie erhalten bzw. restauriert ist, kann - und sollte - man sie ein Stück weit begehen: ein unvergessliches Erlebnis. Das Panorama der Berglandschaft, durch die sich das Bauwerk wie eine steinerne Schlange windet, wird sich ein für allemal in die Erinnerung eingraben.

Beim Bau der Großen Mauer und anderer Mammutprojekte haben Millionen zwangsrekrutierter Bauern ihr Leben verloren. Allein 700 000 Menschen waren mit dem Bau jenes gigantischen Mausoleums beschäftigt, das sich der erste Kaiser von China, Qin Shi Huang Di, schon zu Lebzeiten bei der heutigen Stadt Xi'an errichten ließ - eine Grabstätte, die von rund 8000 aus Ton geformten und mit echten Waffen ausgestatteten Soldaten "bewacht" wurde. In den 70er Jahren kam das historische Mammutwerk durch einen Zufall wieder ans Licht - es war eine der weltweit größten archäologischen Entdeckungen überhaupt.
Inzwischen ist erst ein kleiner Teil dieser einzigartigen Grabanlage wieder sichtbar gemacht worden. Die Restaurierung gestaltet sich langwierig: Eine riesige Bauernarmee hatte schon kurz nach dem Tod des Kaisers bei einem Rachefeldzug vieles zerstört - Ergebnis des wahrlich tyrannischen Herrscherlebens, das der Kaiser geführt hatte. Er ließ aber nicht nur die Bauern leiden, sondern bekämpfte auf brutale Weise auch die Feudalherrschaft des Adels - sowie den damals weit verbreiteten Konfuzianismus: 460 konfuzianische Gelehrte hat er, wie es heißt, kurzerhand lebendig begraben lassen...

Quelle: kiwi / pairola-media.com